SANIERUNG DER HVW DEUTSCHE BUNDESBANK, Stuttgart

Das denkmalgeschützte Gebäude wurde 1923 in Massivbauweise mit Stahlbetonrippendecken in Verbindung mit tragenden Mauerwerkswänden, Stahlbetonunterzüge und Stahlbetonstützen erstellt. Die Dachkonstruktion besteht aus einem circa 40 Grad geneigten Pfettendachstuhl mit Ziegeleindeckung. Die Gründung erfolgte als Stahlbetonplatte und Fundamentbalken auf Stahlbetonrammpfählen.

Für die umfangreiche Modernisierung sind zunächst ausführliche Bestandsuntersuchungen erforderlich. Sie beinhalten die Feststellung sichtbarer Schäden und die Öffnung an ausgewählten Stellen. Außerdem ist die Ermittlung der Betondeckung und der Betonstahldurchmesser erforderlich.

Auf Grundlage der Analyseergebnisse der Baustoffproben und der Nachberechnung der Rippendecken wird ein Sanierungsvorschlag ausgearbeitet. Die notwendige Feuerwiderstandsdauer der Rippendecken und der Stahlbetonunterzüge ist durch Unterdecken bzw. Bekleidungen erreichbar.

In enger Zusammenarbeit werden der Architekt und der Bauherr im konstruktiven Dialog in sämtlichen Leistungsphasen unterstützt. Gegenstand der weiteren statischen Berechnungen sind beispielsweise die Aufstockung des Hofflügels und die Dacherneuerung des Anbaus an der Schlossparkseite. Zur Aufstellung von Geräten für Heizung und Lüftung im bestehenden Dachraum bzw. auf dem neuen Dachtragwerk sind die Lasten entsprechend zu berücksichtigen. Unter anderem erfordern Aufzugseinbauten und Grundriss-änderungen den Abbruch von tragenden Wänden und Unterzügen sowie die Herstellung von geeigneten Abfangkonstruktionen. Der Hof wird durch die Überbauung der vorhandenen Hofkellerdecke umgestaltet. Ebenso ist eine freistehende, etwa 30 m lange und 9 m hohe Wand zum Nachbargrundstück vorgesehen.

 

Architekt: Beyß Architekten, Bonn
Unsere Leistung: Bestandsuntersuchungen, Stellungnahme, Feuerwiderstandsdauer
Planungs- und Bauzeit: 2013 -

Fotos: Rehle Ingenieure